Grundsätzliches Selbstverständnis

Das Team geht davon aus, dass jeder Mensch grundsätzlich über Stärken und Ressourcen verfügt. Diese Stärken und Ressourcen gilt es zu stärken und herauszuarbeiten. Jede Person ist einmalig und der Umgang im Miteinander ist geprägt durch Fairness, Solidarität, Offenheit und Respekt. Die Familienwohngruppe soll ein Ort sein, an dem Menschen miteinander leben und lernen, Spaß haben und voneinander profitieren und gestärkt werden können. Dabei wird großen Wert darauf gelegt, dieses im Rahmen einer familiären Atmosphäre stattfinden zu lassen.

 

Die Familienwohngruppe bietet Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können, ein neues Zuhause. Der Alltag dieser Kinder und Jugendlichen war für die meisten traumatisierend und verstörend. Sie benötigen nach Erfahrungen mit z.B. drogensüchtigen oder psychisch erkrankten Eltern, nach Missbrauch und Gewalterfahrungen oder ständig scheiternden Beziehungsverhältnissen (Herkunftsfamilie-Pflegestellen…) ein stabiles, emotional gefestigtes, familiäres Umfeld. Beziehungen müssen behutsam aufgebaut werden. Gleichzeitig ist es wichtig, die negativen Erlebnisse aufzuarbeiten, ohne die Herkunftsfamilie oder einzelne Familienmitglieder zu bewerten oder zu verunglimpfen. Mittel- bzw. langfristig werden die Kinder und Jugendlichen in ihre Herkunftsfamilien reintegriert. Ist eine Rückführung ohne realistische Hoffnung auf Erfolg, können die Jugendlichen unter Berücksichtigung von § 41 SGB VIII bis zu ihrer Selbständigkeit in der Einrichtung betreut bzw. nachbetreut werden.